Eine Untersuchung über die Kraft des Nicht-Rechtfertigens – und was danach kommt.

Es gibt einen Moment im Leben, in dem etwas in dir stillsteht.
Nicht laut. Nicht dramatisch.
Einfach: still.

Du merkst plötzlich, wie viel Energie du täglich investierst, um anderen – und vor allem dir selbst – zu erklären, warum du bist, wie du bist. Warum du fühlst, was du fühlst. Warum du tust, was du tust. Warum du nicht tust, was andere von dir erwarten.

Und in diesem Moment beginnt etwas Neues.

Die unsichtbare Last des Erklärens

Wir leben in einer Welt, die Erklärungen fordert.

Nicht offen, nicht ausgesprochen – aber permanent. Jede Handlung, jede Entscheidung, jede Abweichung vom Erwarteten löst in uns selbst und in anderen eine Frage aus: „Warum?"

Und wir haben gelernt zu antworten.
Wir haben gelernt zu rechtfertigen.
Wir haben gelernt, uns zu verteidigen – selbst dann, wenn niemand angreift.

Diese innere Verteidigungshaltung ist so selbstverständlich geworden, dass wir sie nicht mehr bemerken. Sie läuft im Hintergrund wie ein Programm, das niemals abgeschaltet wurde:

„Warum habe ich das gesagt?"
„Hoffentlich versteht die andere Person, dass ich es nicht so gemeint habe."
„Ich muss noch erklären, warum ich nicht..."

Das Erschöpfende daran ist: Es hört nie auf.

Selbst in Momenten, in denen niemand eine Erklärung von dir fordert, lieferst du sie – präventiv, vorauseilend, aus einer tiefen Gewohnheit heraus.

Der Moment, in dem die Maschine stockt

Und dann kommt dieser Moment.

Vielleicht nach einer Situation, in der du dich wieder einmal erklärt hast – und merkst: Es hat nichts verändert. Die andere Person hat dich trotzdem nicht verstanden. Oder vielleicht doch – aber es hat nichts an ihrem Urteil über dich geändert.

Vielleicht kommt er auch in einer stillen Sekunde, in der du spürst, wie müde du bist. Nicht körperlich. Sondern in einer Tiefe, die schwer zu benennen ist. Eine Müdigkeit, die davon kommt, dass du ständig Rechenschaft ablegst – vor der Welt, vor anderen, vor dir selbst.

Und dann fragst du dich:

Was würde geschehen, wenn ich einfach aufhöre?

Das Schweigen als Portal

Aufhören, sich zu erklären, bedeutet nicht, verstummen.
Es bedeutet nicht, sich zurückzuziehen oder unnahbar zu werden.

Es bedeutet: den inneren Verteidigungsmodus abzuschalten.

Das ist kein aggressiver Akt.
Es ist auch keine Gleichgültigkeit.
Es ist eine stille Ermächtigung.

Du erlaubst dir, zu sein – ohne das ständige Bedürfnis, dein Sein zu legitimieren.

Und in dieser Erlaubnis entsteht Raum.

Was in der Stille sichtbar wird

Wenn du aufhörst, dich zu erklären, geschieht etwas Überraschendes:

Die Welt reagiert anders auf dich.

Menschen, die dich bisher mit Fragen oder stillen Vorwürfen konfrontiert haben, verstummen plötzlich. Nicht, weil du unfreundlich bist – sondern weil du keine Angriffsfläche mehr bietest. Du spielst das Spiel nicht mehr mit.

Manche reagieren irritiert. Sie sind es gewohnt, dass du dich rechtfertigst. Deine neue Klarheit verwirrt sie.

Andere spüren etwas in dir, das sie anzieht: eine Ruhe, eine Selbstverständlichkeit, eine Kraft, die nicht mehr verhandelbar ist.

Und du selbst?

Du merkst, wie viel Energie plötzlich frei wird. Energie, die du jahrelang investiert hast, um dich zu rechtfertigen – für Dinge, für die du dich niemals hättest rechtfertigen müssen.

Die Angst vor dem Missverständnis

Die größte Hürde beim Aufhören ist nicht der Widerstand von außen.
Es ist die Angst, missverstanden zu werden.

„Wenn ich mich nicht erkläre, werden sie mich falsch einschätzen."
„Sie werden denken, ich wäre arrogant, verschlossen, egoistisch."

Und hier liegt die entscheidende Erkenntnis:

Sie werden denken, was sie denken – ob du dich erklärst oder nicht.

Deine Erklärungen haben nie wirklich kontrolliert, was andere über dich denken. Sie haben nur die Illusion von Kontrolle aufrechterhalten. Eine Illusion, die dich kostet – ständig.

Das Loslassen dieser Illusion ist befreiend.
Und ja: Es macht anfangs Angst.

Denn es bedeutet, die Verantwortung für das Bild, das andere von dir haben, bei ihnen zu lassen – und nicht mehr bei dir.

Der Unterschied zwischen Kommunikation und Rechtfertigung

Aufhören, sich zu erklären, heißt nicht, aufhören zu kommunizieren.

Es gibt einen feinen, aber entscheidenden Unterschied:

Kommunikation entsteht aus einem authentischen Impuls heraus. Du teilst etwas mit, weil du es teilen möchtest – nicht, weil du eine Erwartung erfüllen musst.

Rechtfertigung entsteht aus Angst. Aus dem Bedürfnis, ein bestimmtes Bild von dir aufrechtzuerhalten oder Kritik abzuwenden.

Wenn du aus Rechtfertigung heraus sprichst, spürst du es:
Es fühlt sich eng an, verkrampft, nicht stimmig.

Wenn du aus echter Kommunikation heraus sprichst, ist da Leichtigkeit – selbst wenn das Thema schwer ist.

Die innere Instanz, vor der wir uns rechtfertigen

Interessanterweise ist die härteste Richterin nicht außen.
Sie sitzt in dir.

Die innere Stimme, die permanent kommentiert:
„Das hättest du anders sagen sollen."
„Warum hast du das getan?"
„Was werden sie jetzt denken?"

Diese Stimme ist der eigentliche Gegner.
Nicht die Meinung anderer.

Wenn du aufhörst, dich vor anderen zu rechtfertigen, merkst du schnell: Die innere Instanz bleibt. Sie ist hartnäckiger, fordernder, gnadenloser als jeder Mensch da draußen.

Und hier beginnt die eigentliche Arbeit:

Aufhören, dich vor dir selbst zu rechtfertigen.

Das ist die tiefste Ebene des Loslassens.

Was nach dem Erklären kommt

Wenn du nicht mehr erklärst, entsteht eine neue Form der Präsenz.

Du wirst klarer.
Nicht härter – klarer.

Menschen spüren, dass du in dir ruhst. Dass du nicht mehr schwankst, je nachdem, wie der Wind gerade weht. Dass du eine innere Ausrichtung hast, die nicht von außen bestätigt werden muss.

Diese Klarheit wirkt.

Sie zieht Menschen an, die in Resonanz mit dir sind – und hält jene fern, die nur kamen, um sich an deiner Unsicherheit zu bedienen.

Du wirst weniger beliebt – aber mehr gesehen.
Weniger verstanden – aber mehr respektiert.

Und vor allem:
Du wirst freier.

Der Raum, der entsteht

In dem Moment, in dem du aufhörst, dich zu erklären, öffnet sich ein Raum in dir.

Ein Raum, der vorher vollgestellt war – mit Rechtfertigungen, Ausreden, inneren Dialogen, Strategien, wie du dich präsentieren musst.

Dieser Raum ist jetzt leer.

Und in dieser Leere kannst du etwas Neues entdecken:
Wer du wirklich bist, wenn niemand zuschaut.
Was du wirklich willst, wenn keine Erwartung im Raum steht.
Wie du dich wirklich fühlst, wenn du nicht sofort analysieren musst, ob es „richtig" ist.

Dieser Raum ist der Beginn von etwas, das viele Menschen ihr ganzes Leben lang suchen:

Authentizität.

Nicht als Konzept.
Nicht als Performance.
Sondern als stilles, unerschütterliches Sein.

Die Praxis des Nicht-Erklärens

Wie also beginnt man, sich nicht mehr zu erklären?

Nicht mit einem großen Entschluss.
Sondern mit kleinen, bewussten Momenten:

  • Wenn jemand dich fragt, warum du etwas tust – und du merkst, dass die Frage keine echte Neugier ist, sondern ein versteckter Vorwurf – dann antworte einfach: „So habe ich mich entschieden."

  • Wenn du merkst, dass du innerlich eine Rechtfertigung formulierst – halte inne. Atme. Lass sie unausgesprochen.

  • Wenn du dich nach einem Gespräch erschöpft fühlst, weil du dich erklärt hast – nimm dir einen Moment, um zu spüren: „Was hätte ich wirklich sagen wollen – ohne Verteidigung?"

Es ist eine Übung.
Eine, die anfangs ungewohnt ist.
Aber mit der Zeit wird sie zu einer neuen Selbstverständlichkeit.

Das Ende des inneren Gerichtssaals

Das Schönste am Aufhören ist vielleicht das:

Du verlässt den inneren Gerichtssaal.

Den Raum, in dem du täglich vor einer unsichtbaren Jury stehst und dich verteidigst – gegen Anschuldigungen, die nie laut ausgesprochen wurden.

Du gehst einfach.
Nicht trotzig.
Nicht dramatisch.
Einfach leise.

Und draußen, vor der Tür, wartet das Leben.

Das echte.
Nicht das, das du dir zusammenrechtfertigen musst.
Sondern das, das du einfach lebst.

Was bleibt

Wenn du aufhörst, dich zu erklären, bleibt am Ende nur eines übrig:

Du selbst.

Klar, unverstellt, ohne die ständige Übersetzungsleistung, die du gewohnt warst.

Und vielleicht ist das das Befreiendste:

Du musst nicht mehr perfekt sein.
Nicht mehr verstanden werden.
Nicht mehr gemocht werden von allen.

Du darfst einfach sein – mit allem, was dazugehört.

Und in dieser Einfachheit liegt eine Kraft, die größer ist als jede Erklärung, die du je hättest geben können.

Was geschieht also, wenn du aufhörst, dich zu erklären?

Du beginnst, zu leben.

Von

alexander

  • Werter Alexander vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Bin in großer Resonanz damit und werde jetzt verstärkt darauf achten, wo ich selbst noch mein größter Richter bin.

    Größtenteils habe ich versucht in meinem Leben nur Umstände und Situationen zu schaffen in denen ich authentisch sein kann. So viele gesellschaftliche Konventionen die ich für mich als nicht stimmig immer wieder erkenne und nicht mitspielen möchte.

    Hin und wieder bekomme ich auch das Kompliment von Anderen, dass sie bei mir das Gefühl haben sie selbst sein zu dürfen und sich nicht verstellen müssen. Das freut mich sehr und mir ist auch bewusst, das ein Mensch der deinen Text oben verinnerlicht hat und selber danach lebt, genau diese Ausstrahlung auf sein Umfeld hat.

  • Wundervoll
    Diesen Moment des beschriebenen Stillstandes hatte ich „zufällig“ erst gestern.
    „Wenn jemand dich fragt, warum Du etwas tust…“ Es fragt aber niemand; wir fragen nicht, zumindest in der Generation der Baby-Boomer; wir hören-erstarren-nicken und gut is (oder auch nicht)
    InLiebe
    gabriele

  • Was für ein wunderbarer Impuls, danke Alexander, der kam zur rechten Zeit! 😄 Mir ist schon öfters aufgefallen, dass du dich auch kaum erklärst…

  • .

    DANKe lieber alexander für diesen ganS wund.ER.bar.EN i m p u l s . . . :))

    .

    immer.wieder (neu) klopft diese LAST an IN mir…

    .

    vielleicht beschreibe ich im folgenden eine leicht veränderte VARIANTE als von dir oben beschrieben — im SICH.ERKLÄREN… – daher will ich DIESE gern´ zu der haupt.thematik hinzufügen… – es handelt sich gleich um be.GEBEN.heiten — die definitiv NICHT vermieden werden können…

    .

    bei.“zeiten“ — so.wie erst gestern abend — konnte ich mich ABSOLUT lösen — von der inneren RICHTER.bank… :))

    es gibt be.GEBEN.heiten — in denen ein unverständnis des „gegenübers“ nicht aufhören will & die eigenen in der „vergangenheit“ stets unternommenen bestrebungen — das „gegenüber“ für eigene bedürfnisse im miteinander zu sensibilisieren — ständig scheitern…

    .

    gestern nun also — wurde mir KLAR — dass die be.GEBEN.heit sich nicht verändern wird — und ich liess los…

    .

    es ist zwar nicht sehr angenehm — immer.wieder die unsensibilität ( ein STUMPF.sein ) „anderer“ zu erleben — doch die verlorene energie — durch ständiges SICH.ERKLÄREN — fällt nach dem loslassen des SICH.ERKLÄRENs aus einem MINUS in ein DEUT.lich spürbares PLUS… :))

    D A S — hat den geschmack von — FREI.im.SEIN… :)))

    .

    während E I N E R be.GEBEN.heit einmal losgelassen zu haben — wird jedoch ein — immer.wieder abwägen / immer.wieder beurtheilen — nicht verhindern / vermeiden können…

    wobei ich dennoch sagen kann — dass die häufung eines loslassens — ein nächstes loslassen in einer anderen be.GEBEN.heit durchaus erleichtert — denn ich habe es schon ein paar mal erlebt & be.MERKE — es wird leichter — ein nächstes loslassen zu wagen… :))

    .

    ich werde feiner & freier — ODER ANDERS — ich erinnere mich mehr.&.mehr — dass ich niemals NICHT frei war… :))

    .

    namasté

    .

    :))

    .

    p.s. :

    aktuell laufen mir dann.doch ein paar tränen durch das gesicht — da das „IDEAL“ so unerreichbar erscheint — in seinen eigenen bedürfnissen von seinem umfeld gehört & verstanden zu sein…

    das tröstende daran ist — dass ich mich selber sehr wohl höre & verstehe…

    .

    so will ich noch ergænSen — eine p a u s c h a l e ICH.ERKLÄRE.MICH.gar.NICHT.MEHR.einstellung — halte ich NICHT für eine abschliessend GUUUDE wahl…

    doch DORT — wo LAST im SICH.ERKLÄREN beginnt — darf genau(er) hin.ge.schau.seh.hör.spür.fühlt werden…

    .

    ich sage immer häufiger SEHR GENAU — wie ich empfinde & lasse den „anderen“ dort wo er ist… !

    ( es sei denn ein GRENZ.ÜBER.TRITT ist zu ARG )

    .

    in ECHT.heit & AUFRICHTIG.keit

    alles liebe — in & für das FELD

    kay

    .

    • Hey kay.

      Danke für deine Zeilen.
      Ich höre dir gerne zu.
      Ich halte auch bei dir, deinen Zeilen inne…
      Und kann mich gut hineinfühlen…

      Du schreibst, von der inneren RICHTER.bank konntest du dich absolut lösen.
      Danke dafür.

      Daran arbeite ich noch…

      Ich weiß, ich habe schon viel abgelegt…
      Einiges losgelöst…
      Und ich höre täglich (manchmal mehrmals) ein lautes, inneres „Ha“…
      Vielleicht kennst du diese Momente.

      Die Gedanken fliesen und dann das laute „Ha“… es unterbricht den Fluss (der reißenden Gedanken)
      Und ich schüttle mich dann.
      Danke meiner Aufmerksamkeit und manchmal muss ich innig lachen…

      Du schreibst, aktuell laufen mir dann . doch ein paar tränen durch das gesicht.
      Das hat mir augenblicklich weh getan.
      Ich habe es gespürt…
      Und es hat mir leid getan…
      (Ich weiß, du willst nicht, das es mir leid tut)

      Du schreibst, ich sage immer häufiger SEHR GENAU – wie ich empfinde.
      Danke auch dafür.

      Auch das übe ich noch…

      Ein großes Danke an dich, für all dein SCHREIB.

      Lieber kay, lieber Schreiber, alles Gute.
      Friederike

      • .

        hallo liebe friederike…

        ich freue mich SEHR von dir zu lesen… :))

        deine TIEFE berührt mich immer wieder…

        .

        das lösen von der RICHTER.bank — JA…

        UND.JA — auch ich kenne mo.MENT.e — wie von dir angedeutet…

        AUCH.DAS mit dem innigen lachen… :))

        .

        ich befinde mich aktuell jedoch noch.immer AUCH — in einer tiefen MELANCHOLIE — die in dem OBEN beschriebenen ihren anfang nahm…

        .

        DAS — was ich in den mich umgebenden gestalten sehe — ist ignoranz — unsensibilität — kaltherzigkeit — STUMPF.sinn UND desinteresse… – das DA.sein der mich umgebenden gestalten — fühlt sich aus meiner betrachtung heraus an — als wäre es VOLLSTÄNDIG aus einem GLEICHGEWICHT gefallen… – geschlechter ODER hautfarben machen da KEINEN unterschied aus — egal wohin ich meinen BLICK wende…

        .

        beispielsweise — ich nutze ÖFFI´s & kann diese fahrten kaum noch ertragen… – KEIN wort könnte ich sagen — was ich nicht schon zuvor in „1001“ begegnungen gesagt hätte & gescheitert bin…

        .

        TROSTLOS — das ist es…

        .

        diese gestalten — die alles glauben — was ihnen erzählt wird… – sie hinterfragen NICHT bis KAUM… – und wenn doch — dann landen sie dennoch in den FRÜHESTEN verabreichten LÜGEN & plappern sie weiterhin nach — während sie vermeintlich meinen — kritisch zu sein…

        .

        ob es die vermeintlche „wissenschaft“ ist — ob es die angebliche „geschichte vergangener jahrhunderte“+ ist — ob es die inszenierungen auf der grossen bühne sind ODER ob es das de.naturierte miteinander ist… – sie erkennen NICHT die LÜGE die sie leben UND dass sie jene & weitere LÜGEN sogar.noch stets mit eigener energie weiter versorgen — all.DAS wird NICHT bemerkt — sie können NICHT unterscheiden & WERDEN AGRESSIV — wenn das WORT DER WAHRHEIT sie ins mark trifft…

        sie erkennen NICHT — wie sehr sie sich selber & „anderen“ schaden…

        .

        und.JA — ich habe genau d o r t LOSGELASSEN… – und gleich“zeit“ig bricht mir GENAU.DAS — das HERZ…

        ich bin melancholisch & wohl nicht genug distanziert…

        .

        ich weiss nicht — ob DAS verstanden wird ODER verstanden werden kann & ich weiss nicht… … …

        .

        JA — ich sage immer häufiger DIREKT wie ich empfinde… – doch ziehe ich mich darüber.hinaus auch IMMER.NOCH.MEHR zurück…

        ! ICH ECKE AN — und für den mo.MENT — ist es genug !

        .

        S W A B E D O O

        ein ideal — VOR — dem grünen KOBOLD

        ° ° °

        Und auf einmal steht es neben dir

        Und auf einmal merkst du äußerlich:

        Wieviel Kummer zu dir kam,

        Wieviel Freundschaft leise von dir wich,

        Alles Lachen von dir nahm.

        Fragst verwundert in die Tage.

        Doch die Tage hallen leer.

        Dann verkümmert Deine Klage …

        Du fragst niemanden mehr.

        Lernst es endlich, dich zu fügen,

        Von den Sorgen gezähmt.

        Willst dich selber nicht belügen

        Und erstickst, was dich grämt.

        
Sinnlos, arm erscheint das Leben dir,

        Längst zu lang ausgedehnt. – – –

        Und auf einmal – -: Steht es neben dir,

        An dich angelehnt – –

        Was?

        Das, was du so lang ersehnt.

        joachim ringelnatz

        ° ° °

        herzlich.sten DANK liebe friederike — für dein wort und für die liebe — AUCH im — mich zu sehen — zu lesen — zu fühlen…

        .

        mal sehen wie es weiter.geht… :))

        .

        für dich liebe friederike freue ich mich und mit dir mit UND ebenfalls alles GUUUDE für dich & namasté und namaskar

        kay

        .

        :))

        .

        • Hey kay.

          Mittags habe ich deine Zeilen gelesen.
          Musste dann raus…
          Und im Gedanken flossen Impulse von Worten…
          Die finde ich jetzt nicht mehr.
          Macht nichts…

          …in einer tiefen MELANCHOLIE

          Wie ich sie fühlte, meine Augen neigten sich zu Boden…

          Ich schreibe dir morgen.
          Bis morgen und alles Gute zu dir kay.
          Friederike

        • Hey kay.

          in einer tiefen MELANCHOLIE..

          Wie ich sie fühlte kay.

          Du gibst den Worten ignoranz – unsensibilität – kaltherzigkeit – STUMPF.sinn UND desinteresse Raum.

          Ich erinnere mich an ganz ähnliche Wörter, herausgebraust aus mir…in verstrichenen Tagen.
          Sie wirbelten in mir und mich ganz durcheinander…
          Der Sog dieses Wasser/Gedanken, vermochte mir das Gefühl zu verpassen, – ich ertrinke…

          Du schreibst,- egal wohin ich meinen Blick wende…
          TROSTLOS – das ist es…

          Ja, jene/einige die mir begegnen und festhalten an den Zeilen, die sie in Zeitungen lesen oder in Nachrichten hören, –
          um dann das Gequatsche auswendig zu lernen…
          Sie sind da wo sie sind…

          Sie schreiben es in ihr Wissen und sind dann die Erklärer/sie blicken durch…
          Sie sind da wo sie sind…

          Manchmal will/wollte ich sie anschreien, hab ich noch nie getan – wird so bleiben.
          Alles gut.
          Sie sind da wo sie sind…
          Ich bin da wo ich bin…

          Die Aufruhr in mir, dieses Meer/gibt auch andere Meere, dass mich früher – in den letzten Jahren fast zu ertränken drohte, ist stiller geworden.
          Wenn sie mir drohen, diese Wellen, dann mache ich innerlich eine Handbewegung…
          Du weißt sicher was ich meine…

          Beifuß und Wacholder-Duft jetzt neben mir, um mich…alles selbst gesammelt und jetzt freu ich mich darüber.
          Der Duft kriecht in alle Ecken.
          Danke dafür.
          Mein Salz stand in der Vollmondenergie/Mondlichtenergie draußen und ich habe es unmittelbar danach, in die Dunkelheit gestellt…

          Floridawasser setze ich heute noch auf und lasse es ziehen.
          Meine Räume kennen diesen Duft und ich mag ihn so sehr.

          Das tue ich alles für mich, um eine andere Resonanz, diese Resonanz um mich zu gestalten.
          Was kann ich schon im Außen?
          Ja, freundlich sein. Zu sehr vielen…

          Was tue ich für mich, um fröhlich zu sein?
          Dann, wenn mich die Sorgen wieder nieder würgen?
          Mich verkriechen.
          Diesen Wunsch und Widerhall kenne ich.

          Dann, wenn ich ganz bei mir bin, bringe ich es zu Ende.
          Innerlich aufrichten.
          Mich innerlich aufrichten und das gibt mir Kraft.
          Kennst du diese Kraft?
          Wenn sie fühlbar und spürbar ist?

          Äußerlich aufrichten ist das eine, sich innerlich aufrichten ist völlig was anderes…

          Es gibt da diese innere Harmonie, die sich wiegt in mir und wenn ich hin fühle, um Worte zu finden ist sie dahin…
          Sie will einfach nur da sein und nicht verstanden.
          Das übe ich…
          Weniger denken…

          Ich kann jetzt alexander schlecht zitieren, aber du weißt sicher was ich meine.
          …an der Knospe kann nicht gezogen werden…
          …ein daran ziehen zerstört sie…
          Der Tag des Erblühens wird kommen…
          Nicht vorher…

          Dass hilft mir, auch um sanfter mit mir selbst zu sein…
          Die Zeit der eignen Grobheiten darf vorbei sein. (seltsame Formulierung)

          Es hilft mir, wenn jemand vor mir steht und ich den Impuls losschreien zu wollen ignoriere.
          Nicht hier sein zu wollen ist kein Gedanke der Leichtigkeit bringt.
          Ich brauche Leichtigkeit, woher auch immer.
          Aus mir selbst…daran übe ich.

          Das was in der Welt passiert, nicht auf der Erde…

          Das was da passiert,- ist, um uns klein und dumm zu halten…

          Abgelenkt, beschäftigt um sorgenvoll zu bleiben,
          zweifelnd – bin ich genug, habe ich Schuld,
          traurig, weil die Gerechtigkeit im Tiefschlaf zu sein scheint,
          mutlos weil es anscheinend eine Übermacht an Aggression gibt,
          pessimistisch weil der Lichtblick in Ruhe leben zu dürfen, kreativ zu sein unerlaubt ist…
          taub, blind, sprachlos…
          und das Leiden der Kinder ist in Worten nicht sagbar…
          alles ist und alles bleibt..

          Wie sich da erinnern?
          Wie sich da erinnern?

          In Ordnung, halt,-
          das alles um mich klein zu halten, mich zu stören, mich zu zerstören…
          Alles um meine Erinnerungen nieder zu halten, im Vergessen zu halten.

          Stimmt, ich weiß nicht mehr wer ich bin, woher ich komme…
          Ich erinnere mich nicht an meine Schöpferkraft…

          Obwohl, vielleicht lebe ich sie in Momenten…?

          Ich übe mich zu zu erinnern…
          In der Tiefe meines SEINS…

          Wenn ich mich der Wahrheit nähere – in Schritten –
          aus meinem Bauch, Kopf und meinem Herz, dass ich immer war und ein „IMMERSEIN“ bin…
          Ist meine Einsamkeit eine Illusion…

          Das richtet mich auf,
          wenn ich den Weg ersehne, in die Tiefe meines SEINS…
          Noch bin ich im FÜHLSUCHEN…
          Alles gut…

          Der WEG weilt im Fühlsuchen und ich werde mich erinnern…

          Grüße zu dir kay.
          Waldboden

          • .

            hallo erneut liebe friederike…

            tief.herz.DANK für deine zeilen… :)))

            .

            die KRAFT der inneren AUFRICHTUNG

            JA — ich kenne sie — & sie kehrt stets zurück — wie AUCH dieses mal… :))

            .

            UND — DÜFTE w i r k e n SEHR magiSCH… :)))

            ich räuchere auch gern´…

            .

            und WOW — ich SCHÆTZe die wunderschöne WEISE deines SCHREIB´s & dessen TIEFE so SEHR…

            :)) ein echter HERZ.öffner :))

            .

            „…an der Knospe kann nicht gezogen werden…
…ein daran ziehen zerstört sie…
Der Tag des Erblühens wird kommen…
Nicht vorher…“

            SEHR.SEHR richtig liebe friederke… :))

            .

            das TIEFE tal der MELANCHOLIE ist nun von mir duchschritten… :))

            .

            da fällt mir ein — ich habe einmal einen kurzen GAG geschrieben UND anschliessend in einem VIDEO umgesetzt…

            den text dazu hatte ich damals selbst eingsprochen — mit ZWEI unterschiedlichen stimmen — meine eigene stimme mit technik manipuliert… – dazu noch am anfang ein kurzes INTRO mit jazz musik & zu sehen dann — fallende regentropfen und zu hören — ein paar vögel mit piepser.EI… :))

            .

            der DIALOG dann — aus meiner erinnerung — ich denke sie ist authentisch…

            .

            ach.ja — der GAG heisst übrigens :

            EIN TIERISCHER GAST IN FEIERLAUNE…

            du hörst dann 1 — & 1 sagt :

            „ich hab´ heut´ einen HUND zu gast…“

            2 sagt dann :

            „ACH…“

            1

            „es ist ein COLIE…“

            2

            „ein WAS… ?“

            1

            „ein COLIE…“

            2

            „was ist ein COLIE… ?“

            1

            „ein weib..CHEN…“

            2

            „AHA…“

            1

            „es heisst MELAN…“

            2

            „MELAN…?“

            1

            „ja — MELAN…“

            2

            „und jetzt…?“

            1

            „jetzt f.f.feiern wir…“

            2

            „was wird denn gefeiert… ?“

            1

            „hunds.elende MELAN°COLIE…“

            DANN — anhaltendes gelächter & applaus… – hihihi… :)))

            .

            :)) KURZ & GUUUD :))

            .

            „Ich erinnere mich nicht an meine Schöpferkraft…

            Obwohl, vielleicht lebe ich sie in Momenten…?

            Ich übe mich zu zu erinnern…

            In der Tiefe meines SEINS…

            Wenn ich mich der Wahrheit nähere – in Schritten –
            aus meinem Bauch, Kopf und meinem Herz, dass ich immer war und ein „IMMERSEIN“ bin…

            Ist meine Einsamkeit eine Illusion…

            Das richtet mich auf,
            wenn ich den Weg ersehne, in die Tiefe meines SEINS…

            Noch bin ich im FÜHLSUCHEN…

            Alles gut…

            Der WEG weilt im Fühlsuchen und ich werde mich erinnern…“

            .

            ganS genau… :))

            – Obwohl, vielleicht lebe ich sie in Momenten…? –

            &

            – In der Tiefe meines SEINS…

            Wenn ich mich der Wahrheit nähere – in Schritten –
            aus meinem Bauch, Kopf und meinem Herz, dass ich immer war und ein „IMMERSEIN“ bin…

            Ist meine Einsamkeit eine Illusion… –

            .

            g r o s s a r t i g

            .

            ich selber habe jünst mit KONTRAST.handlungen gespielt & jene — ignorante.TANTEN — beschenkt — mit einer vogel.FEDER — für die LEICHTIGKEIT… :))

            UND — ich habe im HAUS ein paar recht GUUUDE BEITRÄGE hinterlassen — wie ich jedenfalls finde… – meine innere AUFRICHTUNG… :)))

            .

            alles liebe & erneuten DANK zu dir — liebe WALDBODEN… :)))

            als ich DAS las — am ende deiner zeilen — war ich mehr als TIEF berührt… :)))

            .

            ich musste an die ersten unserer konversationen denken — so schön… :))

            D A N K

            .

            namasté & namaskar

            kay

            .

            :)))

            .

  • wenn ich Zen-Buddhismus praktiziere, dann wird der innere Dialog und damit die Spaltung „Innen und Außen“ graduell weniger und irgendwann hört das „Sich Rechtfertigen“ von alleine auf

  • Nein! ist ein vollständiger Satz und bedarf keiner Erklärung.
    Sich erklären, Diskussionsbereitschaft zeigen, kann bereits als Einlassung interpretiert werden.

    Der Souverän erklärt sich nicht.

  • …der Moment wenn dich jemand fragend, wartend anschaut, und von dir kommt einfach….. Nichts 😏
    Danke 🙏🏼

  • Danke für diesen Artikel.
    Er holt mich ab, vorallem nach einer Woche, in der ich vier Tage für andere da war.
    Natürlich habe ich mich selbst dazu entschieden, mit Hilfe des inneren Richters, aber der Ruf nach Stille und Frieden ist laut. Deshalb habe ich mich heute, an meinem freien Tag von allen Verpflichtungen entledigt.
    Das gelingt mir leider nicht immer, aber der Weg ist das Ziel.
    Ich sende Licht und Liebe an alle in diesem Raum

  • Lieber alexander,

    vielen Dank für Deinen kostbaren, lebensverändernden Beitrag!!!

    „Zufälligerweise“ habe ich genau jetzt diesen Artikel gebraucht!

    Liebe Grüße

    thomas

  • Hallo alexander.
    Danke für deine Zeilen.

    Zitat alexander:
    Du merkst, wie viel Energie plötzlich frei wird.
    Energie, die du jahrelang investiert hast, um dich zu rechtfertigen – für die du dich niemals hättest rechtfertigen müssen.

    Zitat alexander:
    Sie werden denken, was sie denken – ob du dich erklärt hast oder nicht.

    Zitat alexander:
    Denn es bedeutet, die Verantwortung für das Bild, das andere von dir haben, bei ihnen zu lassen – und nicht mehr bei dir.

    Zitat alexander:
    Die innere Stimme, die permanent kommentiert.
    „Das hättest du…
    „Warum hast du…
    „Was werden sie jetzt… (unfertig zitiert)

    Zitat alexander:
    Diese Stimme ist der eigentliche Gegner.
    Nicht die Meinung der anderen.
    Aufhören, dich vor dir selbst zu rechtfertigen.

    Zitat alexander:
    In dem Moment, wo du aufhörst, dich zu erklären, öffnet sich ein Raum in dir.

    Zitat alexander:
    Und in dieser Leere kannst du etwas Neues entdecken.
    Wer du wirklich bist, wenn niemand zuschaut.
    Was du wirklich willst, wenn keine Erwartung im Raum steht.
    Wie du dich wirklich fühlst, wenn du nicht sofort analysieren musst, ob es „richtig“ ist.

    Zitat alexander:
    Wie also beginnt man sich nicht mehr zu erklären?
    Nicht mit einem großen Entschluss.
    Sondern mit kleinen bewussten Momenten.
    Wenn du merkst, das du innerlich eine Rechtfertigung formulierst – halte inne.
    Atme.
    Lass sie unausgesprochen.

    Zitat alexander:
    Du verlässt den inneren Gerichtssaal.

    Zitat alexander:
    Und draußen vor der Tür, wartet das Leben.

    Zitat alexander:
    Was bleibt
    Du selbst.
    Klar, unverstellt, ohne die ständige Übersetzungsleistung, die du gewohnt warst.
    Du darfst einfach sein – mit allem was dazugehört.

    Zitat alexander:
    Du beginnst, zu leben.

    Lieber alexander, diese Zeilen habe ich auf ein Papier geschrieben und jetzt trage ich sie mir mir herum.
    Lese die Zeilen, spüre in mich, übe wahrzunehmen…

    Ich höre dir zu, um zu lernen…
    Und danke dir herzlich…

  • ich erkenne mich darin sehr: vor einiger Zeit habe ich damit angefangen, es sein zulassen. und wenn ich einen Fehler gemacht habe, teile ich ihn mit ohne Begründung, ohne Rechtfertigung. Es ist immer noch neu. Und die Erfahrung ist, ich bin der schlimmere Zensor. Die Menschen um mich herum sind wesentlich weniger bewertend, zum Teil interessiert es sie noch nicht einmal. Und das einstellende Gefühl ist ein angenommener, respektierter Teil der Gruppe zu sein.
    Vielen Dank für deinen Beitrag, sonst wäre dies mir nie so bewußt und in Worte gefaßt worden!

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
    >