Die Atemreise ein dreitägiger Prozess der Erinnerung

Es gibt Formate, die sich nicht erklären lassen. Man kann über sie sprechen, ihre Mechanik beschreiben, ihre Wirkung umkreisen – aber was wirklich geschieht, wenn eine Gruppe von Menschen drei Tage lang gemeinsam atmen, entzieht sich jeder Versprachlichung.

Die Atemreise ist ein solches Format. Kein Workshop. Keine Therapie. Keine Technik, die du danach anwenden kannst. Sondern ein Raum, in dem etwas geschehen kann, das sich zeigen will.


Was Atem ist – und was er sein könnte

Wir atmen etwa 20.000 Mal am Tag. Unbewusst. Mechanisch. Der Körper übernimmt die Funktion, und wir vergessen, dass der Atem einmal mehr war: ein Tor, ein Vehikel, ein direkter Zugang zu Zuständen, die wir heute für außergewöhnlich halten.

Jahrtausendealte Traditionen wussten das. Der Atem war nie nur Sauerstofftransport. Er war das Medium, durch das sich Lebenskraft manifestierte – Prana, Chi, Pneuma. Er war Brücke zwischen Körper und Bewusstsein, zwischen Vergessen und Erinnern.

Und dann haben wir aufgehört zu atmen. Wirklich zu atmen.

Wir funktionieren. Wir überleben. Aber wir leben nicht aus der vollen Kapazität dessen, was in uns angelegt ist.

Die Atemreise ist ein Versuch, das zu ändern.

Was die Atemreise ist

Drei Tage. Sechs bis sieben Atemreisen. Jede etwa eine Stunde lang. Intensive, rhythmische Atmung, die das System in einen anderen Zustand versetzt. Nicht durch Entspannung – sondern durch Aktivierung.

Du atmest. Tiefer, als du es gewohnt bist. Schneller, als es angenehm ist. Und irgendwann übernimmt der Atem. Du atmest nicht mehr – du wirst geatmet.

Was dann geschieht, ist unterschiedlich. Manche begegnen Emotionen, die sie jahrelang weggedrückt haben. Manche sehen Bilder, hören Stimmen, spüren Präsenzen. Manche erleben einfach nur Weite. Oder Stille. Oder nichts – und gerade das ist manchmal das Bedeutendste.

Ich begleite diese Prozesse. Mit Musik. Mit Räucherwerk. Mit Präsenz. Aber ich steuere sie nicht. Ich kann es nicht. Und ich will es nicht.

Was sich zeigen will, zeigt sich. Was geheilt werden will, heilt sich. Was erinnert werden will, erinnert sich.

Meine Aufgabe ist es, den Raum zu halten. Sicher genug, dass du dich fallen lassen kannst. Offen genug, dass geschehen kann, was geschehen will.

Warum klassische Meditation nicht ausreicht

Viele Menschen, die spüren, dass etwas fehlt in ihrem Leben, wenden sich der Meditation zu. Sie setzen sich hin, versuchen still zu werden, den Geist zu beruhigen. Und oft scheitern sie. Nicht, weil sie unfähig sind – sondern weil ihr System so überladen ist, dass Stille unerreichbar scheint.

Hier liegt die Kraft der Atemarbeit: Sie arbeitet mit dem, was ist, anstatt gegen das, was stört.

Anstatt den Geist zu beruhigen, nutzt sie seine Aktivität als Sprungbrett. Anstatt Emotionen zu unterdrücken, lässt sie sie durch den Atem fließen. Anstatt den Körper zu ignorieren, macht sie ihn zum Verbündeten der Transformation.

Die Atemreise ist aktive Meditation. Sie entspricht dem Tempo unserer Zeit, ohne sich ihrem Oberflächlichkeit anzupassen. Sie ist schnell, aber nicht hastig. Intensiv, aber nicht gewaltsam. Direkt, aber nicht brutal.

Sie holt dich dort ab, wo du bist – und führt dich dorthin, wo du schon immer warst.

Warum drei Tage

Ein Tag reicht nicht. Das System braucht Zeit, um loszulassen. Die erste Reise ist oft noch von Kontrolle geprägt. Der Verstand beobachtet, kommentiert, versucht zu verstehen. Erst wenn er aufgibt – und das tut er meist erst am zweiten Tag –, kann die eigentliche Arbeit beginnen.

Der dritte Tag dient der Rückbindung. Nicht als sauberer Abschluss – denn die Prozesse hören nicht auf, wenn du nach Hause fährst. Aber als bewusste Hinwendung zum Alltag, als erste Integration dessen, was sich bewegt hat.

Viele berichten, dass in den Tagen nach der Atemreise weitere Themen hochkommen. Dass sich Schichten zeigen, die während der drei Tage noch verborgen waren. Das gehört dazu. Die Atemreise ist kein Event. Sie ist ein Impuls, der nachhallt.

Wer ich bin – und wer ich nicht bin

Wer ich bin – und wer ich nicht bin

Ich bin kein Guru. Ich bin kein Heiler. Ich bin kein Therapeut.

Ich bin jemand, der vor vielen Jahren selbst zum ersten Mal intensiv geatmet hat und dabei etwas erlebt hat, das sein Leben verändert hat. Ich bin jemand, der seitdem diese Erfahrung weitergeben will – nicht als Lehre, sondern als Raum.

Ich habe über die Jahre gelernt, wie man solche Räume hält. Wie man Menschen begleitet, die gerade durch Hölle oder Himmel gehen – oder durch beides gleichzeitig. Wie man präsent ist, ohne sich aufzudrängen. Wie man Sicherheit gibt, ohne Kontrolle auszuüben.

Aber was in dir geschieht, wenn du atmest – das bestimme nicht ich. Das bestimmst auch nicht du. Das bestimmt das, was sich zeigen will. Und manchmal ist das sanft. Manchmal ist es erschütternd. Manchmal ist es beides.

Was geschehen kann

Menschen, die an der Atemreise teilgenommen haben, berichten von unterschiedlichsten Erfahrungen. Manche erleben dramatische Durchbrüche, andere subtile Verschiebungen. Manche spüren sofort, andere erst Wochen später. Es gibt keine Standard-Erfahrung. Nur Raum. Und was darin geschieht, entscheidet sich im Moment selbst.

Simone

"Vielen Dank dafür, dass du weniger Guru und mehr Fragmentmagier sein möchtest. Das ist gut. Das braucht es derzeit. Du hilfst mir dabei, meine innere Stimme bewusster wahrzunehmen und meinem eigenen Fluss besser folgen zu können."

Sabine

"Die Hexe in mir ist wachgeküsst und traut sich nach all den Jahren des im Untergrund SEIN zaghaft hervor."

Daniela

"Ich habe mich meiner Kraft wieder genähert. Die Verbundenheit zur Natur ist intensiver, ich finde Geschenke, heute traf ich drei Baummarder, Vögel besuchen mich."

Marion

"Bei der letzten Reise habe ich meine Urquelle in mir leuchtend sprudelnd gesehen. Das hat mich sehr berührt. Es war unbewusst der Grund, warum ich da war. Dieses Erinnern in mir."

Daniela

"Wochen später kam mir in Erinnerung, wie besonders es dort roch. Nicht die Räuchermischung – sondern ich selbst. Obgleich ich stark geschwitzt hatte, vernahm ich einen ganz besonderen Geruch. Ich konnte mich selber riechen – intensiv, anders als sonst, vertraut und stark angenehm. Vielleicht einen Hauch von Heimat, der mir da in die Nase kam."

florian

"Nach dem emotionalen Durchbruch in der zweiten Atemreise ist mir in meiner Brust leichter, weiter, freier geworden. Als ich am Wochenende mit meiner Partnerin telefonierte, stellte sie fest, dass sich meine Stimme voller anhört."

Gabriele

Atemerlebnis - ich danke dir für die wunderbar behutsame Heranführung an das Thema. Es gab mir die Möglichkeit meiner Angst vor früher dramatisch empfundener Hyperventilation in grenzenloses Vertrauen umzuwandeln. So konnte ich mich voller Vorfreude und Abenteuerlust auf das Atemerlebnis einlassen. Danke dafür!

Was du wissen solltest

Dies ist keine Entspannungstechnik. Du wirst nicht sanft in meditative Zustände gelullt. Du wirst aktiviert. Intensiv. Manchmal unangenehm intensiv.

Dies ist keine Therapie. Was sich zeigt, zeigt sich – aber es gibt keine Aufarbeitung, keine Analyse, keine therapeutische Intervention. Nur Raum. Und Atem. Und das, was daraus entsteht.

Dies ist kein Kurs. Du lernst keine Technik, die du danach anwenden kannst. Du machst eine Erfahrung. Was du daraus mitnimmst, liegt bei dir.

Dies ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Wenn du unter akuten psychischen oder körperlichen Erkrankungen leidest, sprich bitte vorher mit einem Arzt oder Therapeuten.

Die Atemreise erfordert Bereitschaft – zur Konfrontation, zum Loslassen, zur Begegnung mit dem, was in dir wartet. Sie erfordert Mut, nicht zu wissen, wer du sein wirst, wenn die drei Tage vorbei sind.

WICHTIGE HINWEISE ZUR TEILNAHME AN DER ATEMREISE

Teilnahme auf eigene Verantwortung

Die Atemreise ist ein intensives Format, das körperlich und psychisch herausfordernd sein kann. Die Teilnahme erfolgt ausschließlich auf eigene Verantwortung.

Was du wissen musst:

Intensive Atemarbeit kann zu vorübergehenden körperlichen Reaktionen führen, darunter:
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen, Füßen oder im Gesicht
- Muskelverkrampfungen (Tetanie) in Händen und Armen
- Schwindel, Benommenheit oder Übelkeit
- Starke emotionale Reaktionen (Weinen, Lachen, Angst, Wut)
- Vorübergehende Bewusstseinsveränderungen

Diese Reaktionen sind in der Regel harmlos und Teil des natürlichen Prozesses. Dennoch ist intensive Atemarbeit nicht für jeden geeignet.

Die Atemreise ist NICHT geeignet bei:

- Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Herzrhythmusstörungen)
- Epilepsie oder anderen Anfallsleiden
- Akuten psychischen Krisen oder instabilen psychischen Zuständen
- Schwerer Depression oder Suizidgedanken
- Psychotischen Erkrankungen oder akuter Schizophrenie
- Schwangerschaft
- Schweren Atemwegserkrankungen (schweres Asthma, COPD)
- Kürzlich durchgeführten Operationen oder Verletzungen
- Einnahme von starken Psychopharmaka oder anderen bewusstseinsverändernden Substanzen

Im Zweifelsfall: Kläre die Teilnahme vorher mit deinem Arzt oder Therapeuten ab.

Was die Atemreise NICHT ist:

- Keine medizinische Behandlung oder Therapie
- Kein Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Begleitung
- Keine Heilbehandlung im Sinne des Heilpraktikergesetzes
- Keine Garantie für bestimmte Ergebnisse oder Veränderungen

Was ich zur Verfügung stelle:

- Einen geschützten Raum für intensive Atemarbeit
- Erfahrene Begleitung während der Prozesse
- Sicherheit durch achtsame Präsenz
- Ein Team, das bei körperlichen oder emotionalen Notlagen unterstützt

Was ich NICHT leisten kann:

- Medizinische oder therapeutische Intervention
- Verantwortung für deine körperliche oder psychische Gesundheit
- Kontrolle über das, was in dir geschieht
- Garantie für einen bestimmten Verlauf oder Ausgang

Deine Verantwortung:

- Du bist selbst verantwortlich für die Entscheidung zur Teilnahme
- Du informierst mich vorab über relevante gesundheitliche Einschränkungen
- Du verlässt den Prozess jederzeit, wenn es für dich nicht mehr stimmig ist
- Du suchst bei Bedarf professionelle Unterstützung (Arzt, Therapeut)
- Du übernimmst die Verantwortung für deine Integration nach der Atemreise

Der nächste Termin

Die Atemreise findet nicht regelmäßig statt. Sie folgt ihrem eigenen Rhythmus, meist einmal im Jahr.

Der nächste Termin:
13.–15. März 2026 | Kirchheim


"Der Atem erinnert sich. Auch wenn du vergessen hast."

>