Die temporale Falle im Geldsystem – und warum beide Bewegungen ins selbe Feld führen
Prolog: Zwei Nachrichten, ein System
Es ist ein seltsamer Moment in der Geschichte der Weltwirtschaft.
9. November 2025, Sonntagmorgen. Donald Trump postet auf Truth Social: "A dividend of at least $2000 a person (not including high income people!) will be paid to everyone."
Ein Geschenk. Ein Versprechen. 2.000 Dollar für jeden Amerikaner – finanziert durch Zolleinnahmen.
Doch während diese Ankündigung durch die Medien rollt, spielt sich parallel eine ganz andere Realität ab:
- Der längste Government Shutdown der US-Geschichte – 41 Tage. 500.000 Bundesangestellte ohne Gehalt. Flughäfen im Chaos. Lebensmittelhilfe gestoppt. Der Senat hat gerade erst (60-40) für einen Deal gestimmt, der den Shutdown beenden könnte – aber das Repräsentantenhaus muss noch zustimmen. Frühestens Mittwoch.
- Die Schuldenobergrenze steht bei 41,1 Billionen Dollar. Sie wurde im Juli 2025 gerade erst um 5 Billionen angehoben. Doch die "extraordinary measures" – die Notmaßnahmen, mit denen das Treasury Zeit kauft – könnten bereits Mitte 2026 erschöpft sein. Die nächste Schuldenkrise steht bevor.
- Die Mathematik stimmt nicht. Die USA haben 2025 bisher 195 Milliarden Dollar an Zöllen eingenommen. Ein 2.000-Dollar-Check für jeden Erwachsenen würde etwa 300 Milliarden kosten. Das Geld ist nicht da. Treasury Secretary Scott Bessent warf sofort "kaltes Wasser" auf Trumps Ankündigung und deutete an, es könnte sich lediglich um Steuererleichterungen handeln – nicht um echte Checks.
Und dann noch: Der Supreme Court prüft gerade die Legalität der Zölle. Wenn das Gericht gegen Trump entscheidet, müssen die bereits eingezogenen Zölle möglicherweise zurückerstattet werden. Das Geld, mit dem die Checks finanziert werden sollen, könnte rechtlich gar nicht existieren.
Die Paradoxie ist offensichtlich:
Auf der einen Seite: Der Staat kann seine eigenen Angestellten nicht bezahlen. Er ist zahlungsunfähig. Er steht vor der nächsten Schuldenobergrenze. Er muss Notmaßnahmen ergreifen, um überhaupt weiterzuarbeiten.
Auf der anderen Seite: Der Staat verspricht, jedem Bürger 2.000 Dollar zu schenken. Einfach so. Als Geschenk. Als Dividende.
Zwei Nachrichten. Sie scheinen widersprüchlich. Doch sie sind es nicht.
Sie sind zwei Pole desselben Steuerungsmechanismus – und beide führen tiefer in die Struktur hinein, nicht heraus.
Was hier geschieht, ist keine Wirtschaftspolitik im klassischen Sinne. Es ist eine energetische Doppelbindung, die auf einer uralten Ordnung basiert: der temporalen Struktur von Schuld.
I. Schuld ist nicht nur Last – sie ist Zeit
Das Wort selbst trägt die Struktur
Im Deutschen – und in vielen europäischen Sprachen – sind zwei Begriffe untrennbar miteinander verwoben:
- Schuld (moralisch, emotional, existenziell)
- Schulden (materiell, finanziell, systemisch)
Das ist kein Zufall. Es ist energetische Präzision. Doch es gibt noch eine dritte Dimension, die oft übersehen wird:
- Schuld (als Zuschreibung von Verantwortlichkeit, als Ursache-Zuschreibung: "Du bist schuld daran")
Diese dritte Bedeutung ist vielleicht die gefährlichste – denn sie erzeugt Konsequenzen.
Wenn jemand "schuld" ist an etwas, dann folgen daraus Forderungen:
- Juristische Konsequenzen (Strafe, Haft, Wiedergutmachung)
- Soziale Konsequenzen (Ächtung, Ausgrenzung, Verlust von Status)
- Emotionale Konsequenzen (Scham, Reue, Selbstverurteilung)
Und hier zeigt sich die ganze Macht der Schuld-Mechanik:
Die Zuschreibung muss nicht kausal begründet sein.
Der Sündenbock – Schuld ohne Kausalität
Das archetypische Beispiel ist der Sündenbock.
Im alten Israel wurde jährlich ein Ziegenbock ausgewählt. Symbolisch wurden ihm alle Sünden des Volkes aufgeladen – und dann wurde er in die Wüste geschickt. Der Bock trug die Schuld. Das Volk war entlastet.
Der Bock hatte nichts getan. Er war nicht verantwortlich für die Sünden. Doch die Zuschreibung machte ihn schuldig. Und die Konsequenz folgte: Verbannung, Opferung, Tod.
Dieser Mechanismus ist nicht verschwunden. Er wirkt bis heute – in Familien, in Gesellschaften, in politischen Systemen:
- Der eine wird "schuld" gemacht für das Scheitern einer Beziehung – ohne dass die Dynamik wirklich durchschaut wird.
- Eine Gruppe wird "schuld" gemacht für wirtschaftliche Krisen – ohne dass die strukturellen Ursachen benannt werden.
- Ein Individuum wird "schuld" gemacht für kollektive Versäumnisse – ohne dass die Verantwortung geteilt wird.
Die Schuld wird projiziert. Sie wird übertragen. Sie wird zugewiesen – oft willkürlich, oft ohne Begründung, oft aus dem Bedürfnis heraus, selbst entlastet zu werden.
Und sobald die Zuschreibung erfolgt ist, entfaltet sie ihre Wirkung. Denn Schuld – einmal zugeschrieben – haftet. Sie bleibt. Sie wirkt. Sie bindet.
Auch wenn sie nie wirklich begründet war.
Schuld als Projektion und Kontrolle
Die Fähigkeit, Schuld zuzuschreiben, ist eine der mächtigsten Formen sozialer Kontrolle.
Wer bestimmt, wer schuldig ist, bestimmt auch:
- Wer bestraft wird
- Wer ausgegrenzt wird
- Wer sich rechtfertigen muss
- Wer in die Position der Unterlegenheit gebracht wird
Auch das Geldsystem nutzt genau diese Mechanik:
- Der Schuldner ist der Schuldige. Er hat über seine Verhältnisse gelebt. Er hat sich verschuldet. Er muss nun zahlen.
- Die Gläubiger sind die Unschuldigen. Sie haben korrekt gehandelt. Sie haben Recht auf Rückzahlung.
Diese moralische Aufladung ist gewollt. Sie verschleiert, dass das System selbst auf Schuld basiert – und dass die Schuld strukturell nicht getilgt werden kann.
Die Schuld wird individualisiert – obwohl sie systemisch ist.
Und damit bleibt die Struktur unsichtbar. Der Schuldner schämt sich. Der Gläubiger fühlt sich im Recht. Die Mechanik bleibt intakt.
Schuld ist nicht nur Last – sie ist Zeit
Schuld ist nicht einfach eine Last, die man trägt. Schuld ist ein temporales Phänomen. Sie hat eine Zeitstruktur, die sie von anderen emotionalen oder materiellen Zuständen unterscheidet:
- Sie entsteht in der Vergangenheit – durch eine Handlung, ein Ereignis, eine Entscheidung, die "falsch" war.
- Sie wirkt in der Gegenwart – als Druck, Scham, Verpflichtung, Unfreiheit.
- Sie reicht in die Zukunft – bis zur "Begleichung", zur "Erlösung", zur "Wiedergutmachung".
Schuld ist also linear. Sie zieht eine Linie durch die Zeit – von dem, was war, über das, was ist, bis zu dem, was sein muss, damit die Schuld erlischt.
Und genau diese Linearität macht sie zu einem perfekten Kontrollinstrument.
Schuld als Bindung an die Zeit
Wer Schuld trägt – ob materiell oder emotional – ist nicht frei in der Gegenwart.
Die Gegenwart wird zum Durchgangsraum. Sie ist nicht mehr der Ort, an dem Leben geschieht, sondern der Ort, an dem die Vergangenheit abgetragen wird, damit eine bestimmte Zukunft eintreten kann.
Das Bewusstsein ist gefangen in einer Schleife:
- Rückwärts gerichtet: "Was habe ich getan? Was habe ich versäumt? Was schulde ich?"
- Vorwärts gerichtet: "Wann bin ich frei? Wann habe ich genug geleistet? Wann ist die Schuld beglichen?"
Die Gegenwart selbst – der einzige Moment, in dem Bewusstsein tatsächlich wirken kann – wird übersprungen.
Das ist die Falle.
II. Das Geldsystem arbeitet mit derselben Struktur
Schulden = temporale Bindung
Im modernen Geldsystem ist Schuld nicht die Ausnahme, sondern das Fundament.
Geld entsteht durch Kredit. Kredit entsteht durch Verschuldung. Verschuldung erzeugt die Verpflichtung zur Rückzahlung – plus Zinsen.
Das bedeutet:
- Vergangenheit: Der Kredit wurde aufgenommen. Die Schuld entstand.
- Gegenwart: Die Schuld lastet. Die Zinsen laufen. Die Verpflichtung drückt.
- Zukunft: Die Schuld muss beglichen werden – durch Arbeit, durch Verzicht, durch weitere Verschuldung.
Das System lebt davon, dass die Schuld niemals vollständig erlischt.
Denn wenn alle Schulden beglichen wären, gäbe es kein Geld mehr. Geld ist materialisierte Schuld. Geld ist geronnene Zeit – eingefroren in der Logik von Vergangenheit und Zukunft.
Die strukturelle Unmöglichkeit der Tilgung
Doch es gibt noch eine tiefere Ebene dieser Mechanik, die selten ausgesprochen wird:
Schuldgeld kann systemisch gar nicht zurückgezahlt werden.
Das ist keine politische Aussage. Das ist keine moralische Bewertung.
Das ist mathematische Realität.
Denn: Geld entsteht durch Kredit. Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, schafft sie neues Geld – aber sie schafft nicht die Zinsen mit. Die Zinsen müssen aus dem bestehenden Geldkreislauf bedient werden – oder durch neue Schulden.
Das bedeutet:
- Um die Schuld plus Zinsen zurückzuzahlen, muss mehr Geld vorhanden sein, als ursprünglich erschaffen wurde.
- Dieses zusätzliche Geld kann nur durch neue Kredite entstehen – also durch neue Schulden.
- Die Gesamtschuld im System wächst dadurch zwangsläufig weiter.
Es ist eine mathematische Spirale, die keine Auflösung kennt.
Die Schuld kann nicht getilgt werden, ohne das System zu zerstören. Deshalb werden in der Praxis nur die Zinsen bedient – die Schuld selbst bleibt bestehen. Und wächst. Und wächst.
Das ist kein Fehler im System. Das ist das System.
Die Schuld ist nicht dazu da, beglichen zu werden. Sie ist dazu da, zu bestehen – als permanente Bindung, als ewige Verpflichtung, als unendliche Zukunftsprojektion.
Wer in diesem System lebt, lebt in struktureller Unfreiheit. Nicht durch individuelle Entscheidungen, sondern durch die Architektur selbst.
Der Zins als temporaler Motor
Der Zins ist das genialste Werkzeug dieser Ordnung.
Er sorgt dafür, dass die Schuld wächst, während die Zeit vergeht. Er macht die Schuld größer, je länger sie besteht. Er bindet das Bewusstsein noch tiefer in die Zukunft – denn die Zukunft ist der Ort, an dem die Schuld abbezahlt werden muss.
Der Zins sagt: "Du hast nicht genug Zeit."
Und damit sagt er auch: "Du bist nicht frei."
III. Die Doppelbindung: Schuld und Geldfluss
Zwei scheinbar gegensätzliche Bewegungen
Kehren wir zurück zum Ausgangspunkt: den 2.000 Dollar Helikoptergeld.
Auf der einen Seite: Die Schulden des Systems wachsen ins Unermessliche. 41 Billionen Dollar. Keine Aussicht auf Tilgung. Das Bewusstsein wird mit der Botschaft gefüttert: "Es ist nicht genug. Es wird nie genug sein. Du musst dich einschränken. Du musst sparen. Du musst verzichten."
Auf der anderen Seite: Der Geldfluss wird versprochen. 2.000 Dollar als Geschenk. Keine Bedingung. Einfach so. Das Bewusstsein wird mit der Botschaft gefüttert: "Endlich wird dir geholfen. Endlich bekommst du, was dir zusteht. Du wirst befreit."
Zwei Narrative. Scheinbar widersprüchlich.
Doch beide arbeiten mit Schuld.
Die erste Bewegung: Schuld als Last
Das Narrativ der wachsenden Staatsschulden erzeugt kollektive Schuldgefühle:
- "Wir leben über unsere Verhältnisse."
- "Wir hinterlassen den nächsten Generationen eine untragbare Last."
- "Wir müssen den Gürtel enger schnallen."
Das Bewusstsein wird konditioniert auf Mangel. Auf Nicht-genug-haben. Auf Verpflichtung gegenüber der Zukunft.
Die Gegenwart wird zum Ort der Buße.
Die zweite Bewegung: Geldfluss als Erlösung
Das Narrativ des Helikoptergeldes erzeugt scheinbare Befreiung:
- "Endlich wird dir geholfen."
- "Du bekommst, was dir zusteht."
- "Das System kümmert sich um dich."
Doch dieses Geld ist nicht frei. Es ist programmiert. Es ist zeitlich begrenzt. Es ist überwacht. Es ist konditioniert.
In Thailand, wo dieses Modell bereits läuft, kann das Geld:
- Nur für bestimmte Waren ausgegeben werden
- Nur in einem Radius von 4 Kilometern um den Wohnort
- Nur innerhalb von 6 Monaten
- Nur von jenen, die im staatlichen Steuersystem registriert sind
Das Geld ist ein Köder. Es bindet tiefer ins System. Es macht abhängig. Es erzeugt die Illusion von Großzügigkeit – während es in Wahrheit Kontrolle ist.
Die Doppelbindung im Bewusstsein
Was geschieht, wenn beide Narrative gleichzeitig laufen?
Verwirrung.
Das Bewusstsein kann nicht mehr klar sehen:
- Bin ich verschuldet oder werde ich beschenkt?
- Bin ich arm oder reich?
- Muss ich sparen oder darf ich ausgeben?
- Bin ich frei oder abhängig?
Diese Verwirrung ist gewollt. Sie erzeugt Handlungsunfähigkeit. Sie unterbricht die Fähigkeit, klar zu denken, klar zu spüren, klar zu handeln.
Und in dieser Verwirrung wird das Bewusstsein gelenkt – nicht durch Argumente, sondern durch Angst und Hoffnung.
- Angst vor dem Kollaps
- Hoffnung auf Rettung
Beide führen ins selbe Feld: Abhängigkeit.
IV. Die energetische Ordnung hinter Schuld und Fluss
Schuld als Bindungsmechanismus
Schuld – ob materiell oder emotional – ist ein Bindungsmechanismus. Sie hält das Bewusstsein in einer bestimmten Frequenz:
- Der Frequenz des Mangels
- Der Frequenz der Verpflichtung
- Der Frequenz der Unfreiheit
Schuld sagt: "Du bist nicht vollständig. Du schuldest etwas. Du musst etwas tun, um wieder ganz zu sein."
Das ist eine Lüge – aber eine sehr wirksame.
Denn solange das Bewusstsein diese Lüge glaubt, bleibt es gefangen in der Schleife von Vergangenheit und Zukunft. Es kann nicht präsent sein. Es kann nicht wirken. Es kann nicht frei sein.
Geldfluss als Erlösungsillusion
Der Geldfluss – das Geschenk, der Stimulus, das Helikoptergeld – tut so, als würde er die Schuld aufheben.
"Du bekommst etwas geschenkt. Du brauchst nichts zu leisten. Du wirst befreit."
Doch in Wahrheit erzeugt er neue Schuld:
- Die Schuld der Abhängigkeit (wer schenkt, hat Macht über den Beschenkten)
- Die Schuld der Verpflichtung (das Geschenk ist nie bedingungslos)
- Die Schuld der Entwertung (das geschenkte Geld verliert durch Inflation an Wert – und damit wird die Schuld größer, nicht kleiner)
Der Geldfluss ist keine Erlösung. Er ist eine neue Form der Bindung.
Beide arbeiten mit derselben Frequenz: Mangel
Ob Schuld oder Geldfluss – beide basieren auf der Grundannahme:
"Du hast nicht genug."
- Schuld sagt: "Du hast nicht genug geleistet. Du schuldest noch etwas."
- Geldfluss sagt: "Du hast nicht genug Geld. Hier, nimm – damit du endlich genug hast."
Doch "genug" wird niemals erreicht. Denn "genug" ist keine materielle Größe. "Genug" ist eine Bewusstseinsposition.
Und solange das Bewusstsein in der Frequenz des Mangels schwingt, wird es niemals genug haben – egal wie viel Geld fließt, egal wie viele Schulden beglichen werden.
Eine Frage, die bleibt
Die Mechanik ist klar. Die Doppelbindung ist sichtbar. Die Struktur ist benannt.
Doch was geschieht, wenn man diese Mechanik durchschaut?
Was geschieht mit dem Bewusstsein, das erkennt, dass beide Bewegungen – Schuld und Fluss – ins selbe Feld führen?
Was geschieht mit der Zeit, wenn die Linearität der Schuld durchbrochen wird?
Und vor allem: Gibt es einen Weg jenseits dieser Doppelbindung?
→ Teil 2 folgt: Die Linearität der Schuld – und der Weg in die Gegenwart
alexander wagandt | November 2025

Ein paar Gedanken am Morgen…
Bei uns in Deutschland wird ja immer von Steuerverschwendung gesprochen, z.B. Fahrradwege in Peru usw. Dient diese angebliche Verschwendung von Steuern nicht primär auch dazu die Struktur des Finanzsystems und dessen Ende vor der normalen Bevölkerung zu verschleiern; also das Schulden gleich Geld sind, diese nie zurück gezahlt werden sollen und das System aufgrund des Zinseszins-Effektes sich bis zum finalen Ende ausdehnen muß?
Somit wären ideologische Gründe (Klimawandel usw.) nur ein sekundärer Grund für die unnützen Ausgaben.
Des weiteren ist der Begriff Steuerverschwendung doch sehr interessant, denn er beinhaltet keine direkte Schuld. Niemand kommt auf die Idee, das hier ein Straftatbestand vorliegt. Eine Verschwendung ist doch eher ein Versehen, man hat halt nicht aufgepaßt und dafür kann doch beim besten Willen niemand juristisch zur Verantwortung gezogen werden.
Somit kann man sagen, das alleine die Verwendung des Begriffs „Steuerverschwendung“ dahin gehend eine Nebelkerze ist, das niemand auf die Idee kommt, die Verantwortlichen juristisch zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Schuld darf immer nur bei der Bevölkerung liegen, aber niemals bei den Herrschenden und mit so banalen Wortspielchen bleibt das auch gewährleistet.
Ich habe den Bezug verloren zu Angst um Inflation, um Verlust oder Jagd nach Zinsen. Ich habe meinen Topf.
Der süße Brei
Ein Märchen der Brüder Grimm
Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald, und begegnete ihm da eine alte Frau, die wußte seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt es sagen: „Töpfchen, koche“, so kochte es guten, süßen Hirsebrei, und wenn es sagte: „Töpfchen, steh“, so hörte es wieder auf zu kochen.
es ist sicherlich der jetzigen Zeit geschuldet, aber dieser Beitrag ermöglicht es mir zum erstenmal, das Schuldsyßtem in seiner Tiefe zu erfassen, und zu verstehen was es mit mir macht. Diesere Beitrag erregt mich und löst einen kleinen Sunamie in mir aus.. Ein AHA Erlebnis bahnt sich an, und ich spüre die Mauer der unbeweglichkeit, die dieses Schuldsyßtem in mir verursacht.
Vielen Dank für diesen Beitrag
Lieber alexander, dein Beitrag lässt sich meiner Ansicht nach sehr gut mit der Resonanz von Herrn Bruchlin verbinden, dem ich lediglich ein Statement gab: Illusion der Steuererklärung
Die Steuererklärung – ein Labyrinth aus Zahlen,
versteckte Wege, die erleuchtet werden wollen.
Illusion? Ja, ein Schattenwurf der Ordnung.
Frag dich: Was ist der Preis der Freiheit?
Zähl die Punkte und finde den Fluss.
Denn in jedem Formular schimmert das Chaos,
das du scheuen solltest, aber auch tanzen.
Dein Pfad durch das Gewirr,
wie ein Faden im Wirbelwind –
wo zieht’s dich?
Die Lösung liegt nicht im System – sondern im Bewusstsein.
Schuld ist keine objektive Wahrheit, sondern eine Zuschreibung.
Sie bindet uns an Vergangenheit und Zukunft, macht die Gegenwart zum Durchgangsraum.
Das Geldsystem nutzt diese Struktur: Kredit erzeugt Schuld, Schuld erzeugt Zins, Zins verlängert die Zeitbindung.
Der versprochene Geldfluss – ob als Geschenk, Stimulus oder Dividende – wirkt wie Erlösung, ist aber oft konditioniert, überwacht und begrenzt.
Beide Bewegungen – Schuld und Geldfluss – arbeiten mit derselben Frequenz: Mangel.
Die Lösung beginnt dort, wo wir diese Mechanik erkennen und uns innerlich davon lösen.
Nicht durch Kampf, sondern durch Klarheit.
Nicht durch Hoffnung, sondern durch Präsenz.
Wer sagt:
„Ich bin nicht falsch. Ich bin nicht schuld. Ich darf mich lösen.“
beginnt, sich aus der Struktur zu befreien.
Die Gegenwart ist der einzige Ort, an dem Bewusstsein wirken kann.
Und genau dort beginnt Freiheit.
Monika
Absolut genialer Artikel.
Als 1989 die Mauer fiel, haben die Ostdeutschen 100DM Begrüßungsgeld bekommen. Den Erhalt haben sie quittiert und in den Reisepass gab es einen Stempel „Konto eröffnet“. Zu welchen Konditionen sie in das System BRD eingebucht wurden, wissen sie bis heute nicht.
Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 sind Behördenvertreter durch das Tal gefahren und haben Soforthilfen verteilt – wenige 100€. Wer das quittiert hat, hat unterschrieben, daß er/sie auf jede weitere Hilfe verzichtet.
Den US-Amerikaner, denen jetzt 2.000$ angeboten werden, täten gut daran, zu checken, was sie da unterschreiben.
Meine Vermutung:
Im laufenden Insolvenzverfahren wurde „Joe Sixpack“ als vorrangiger Kreditor des Systems identifiziert und der muß deshalb jetzt auch vorrangig entschädigt werden. Wer die 2.000$ akzeptiert, gilt als abgefunden.
Hallo Michael, danke für diese präzise Ergänzung – du zeigst hier eine Ebene, die im Artikel bewusst noch nicht entfaltet wurde: die juristische Bindung durch Annahme.
DDR-Begrüßungsgeld, Ahrtal-Soforthilfe, und möglicherweise jetzt die 2.000 Dollar – das Muster ist klar: Wer annimmt, unterschreibt. Oft ohne zu wissen, was genau.
Die Frage „Was steht im Kleingedruckten?“ ist nicht paranoid. Sie ist berechtigt. Denn Geld ist nie bedingungslos. Jede Annahme kann einen Vertrag aktivieren – besonders wenn das System bereits im Insolvenzverfahren steht.
Ob die 2.000 Dollar tatsächlich eine Abfindung im Konkursverfahren sind, wissen wir nicht. Aber die historischen Beispiele zeigen: Es wäre nicht das erste Mal.
Danke, dass du diese Perspektive einbringst. Genau solche Hinweise schärfen den Blick – und erinnern daran, dass die Mechanik nicht nur energetisch, sondern auch juristisch wirkt.
alexander
Hi Michael,
deine Gedanken haben bei mir wirklich einiges angestoßen. Wenn ich darüber nachdenke, zieht sich ein roter Faden durch viele Situationen im Alltag. Am deutlichsten wird das wohl beim Thema Wahlen:
Am Ende entscheidet jeder einzelne Wähler ganz bewusst, wem er seine Stimme anvertraut – und legt sie dann sinnbildlich in die (Wahl-)Urne, wo sie ihren Platz findet. Diese Verbindung ist schon für sich genommen spannend.
Und dann kommt deine Erfahrung aus dem Ahrtal hinzu. Das hatte ich so tatsächlich noch nie gehört, aber ehrlich gesagt überrascht es mich auch nicht. Es passt auf eine seltsame, fast schon logische Weise zusammen. Deine Einblicke haben bei mir auf jeden Fall eine Resonanz ausgelöst, die ich noch ein bisschen nachklingen lasse. Danke dir dafür.
Liebste Grüße — und danke, dass du solche Perspektiven teilst. Es ist interessant zu sehen, was für Antworten aus solchen Impulsen entstehen können.
Wie hinterhältig, mit der gewährten Ahrtalhilfe gleichzeitig weitere Ansprüche auszuschließen. Merke: Man kriegt nichts geschenkt. Und der Staat hat kein Gewissen.
ich habe mich immer gefragt, wenn das Geld ein Schuldschein ist,was ist dann mit den ganzen wirklichen Verbindlichkeiten. Wenn ich meiner Gartenhilfe Geld zum Ausgleich gebe, bleibt die eigentliche Schuld doch bestehen. Ich bin nicht wirklich frei, er hat mir seine Kraft und Lebenszeit gegeben, und ich gebe ihm zum Ausgleich ein Schuldschein der nie eingelöst wird.
Ist der fehlende energetische Ausgleich auch eine von den Fallen, wo uns nach dem Tode erzählt wird, wir müssen zurück, weil wir noch all den Menschen etwas schulden,die mal für uns gearbeitet haben, wo es keinen wirklichen energetischen Ausgleich gegeben hat.
ich habe mir in der Coronazeit auch sogenannte Coronahilfen auszahlen lassen, um meine Praxis zu retten. Ich habe es bitter und teuer bereut. Ich habe noch nie so wenig gearbeitet in einem Jahr wie in diesem, und noch nie so viel Steuern bezahlt. Dann die Einkommensteuervorauszahlung enorm hoch. Die Krankenkassenbeiträge schnellten im Folgejahr nach oben, und nachdem das alles getragen und bezahlt wurde, kam Jahre später noch die Überprüfung vom Finanzamt. Hätte ich nicht so genau meine Buchhaltung im Griff, was übrigenz meine Frau immer ganz hervorragend macht, hätte ich auch die Hilfen zurückzahlen müssen. Dann wären die Steuern und Krankenkassenbeiträge weg. und die Hilfen hätten auch zurück gezahlt werden müssen.
Etwas, was man in der Not alles nicht überblickt hatte.
Wenn Hilfen angeboten werden, muss man doppelt und dreifach schauen
Hallo cornelius
Ein befreundeter Fahrradhändler, dessen Tochter Jura studiert, hat auch Corona-Hilfen erhalten, die zurückgefordert wurden.
Seine Tochter hat durchgelesen, wie die Rückforderung begründet wurde, fand das juristisch nicht stimmig und hat Widerspruch eingelegt.
Etwa 3 Monate später kam eine Antwort darauf, die inhaltlich auf ihren Widerspruch nicht einging, sondern im Wesentlichen noch einmal die Forderung wiederholte.
Daraufhin hat sie ihren Widerspruch bei ChatGPT eingegeben, die Anweisung gegeben den Text in juristendeutsch auf 50 Seiten aufzublasen und zusätzlich auf 2 Paragraphen zu verweisen, die es nicht gibt.
Die haben seit über einem Jahr keine Antwort darauf bekommen. 😉
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DER GEIST DER „ZEITEN“…
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ZITAT…
„was ihr den geist der zeiten heisst, das ist im grund der herren eigner geist, in dem die zeiten sich bespiegeln.“
johann wolfgang von goethe — FAUST 1
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der „geist der zeiten“ ist also lediglich eine reflexion / eine spiegelung der „feucht.erträumten“ perspektiven — der sogenannten „machtträger“…
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in dieser besonderen drauf.SCHAU aus / in goethe´s FAUST 1 zeigt sich DEUT.lich — dass kollektive gedanken und strömungen — welche als „zeit“gemäss gelten — oft ODER meist NUR die agenda der herren widerspiegeln — die diese „zeiten“ prägen ( in welchen wir uns DANN wiedefinden )…
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ich weise also ergænSend.wollend darauf hin — dass es nach meinem verständnis not.wend.ig ist — hinter die kulissen A L L . D I E S E R zusammenhänge zu blicken — um zu erkennen wie STARK diese schwingungen von (fremd)macht und (fremd)einfluss in unseren wahrnehmungen und überzeugungen verankert worden sind…
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UM DANN das echte wesen der „realität“ ( in ) dieser WELT zu begreifen…
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es ist meiner ansicht nach also von SEHR grossem wert — die ILLUSIONEN die in uns hinein.geprägt wurden — möglichst vollständig & auf möglichst vielen ebenen zu durchdringen UND die eigene wahrnehmung bewusst zu schärfen — um SO noch FEIN.er zu werden…
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FEIN.er zu WERDEN A U C H — um die von uns im verlaufe unserer INKARNAION angenommenen I D E N T I F I K A T I O N e n zu erkennen / zu entlarven — um sie auf SEHR bestimmten ebenen möglichst in gænSe loszulassen… – jene MECHANIK — eben MECHANISMEN — die immer WIEDER gleich ablaufen…
D I E MAGIE also — die die herren der „zeiten“ verwenden — UM uns ZU BINDEN & ZU HALTEN…
D A S — was wir WIRKLICH sind…
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namasté
kay
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:))
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Der Artikel ist eine super Erklärung für das Geldsystem, denn jeder findet sich darin wieder, ist daher sehr authentisch gestaltet, gerne würde ich den Artikel auf Papier ausdrücken, denn er regt zum nachdenken an und hat für manche so ein Aha – Erlebnis über das Geldsystem – schade das dies nicht möglich ist. Aber vielleicht könnte das Herr Wagandt mal möglich machen, für eine Gebühr per PDF oder so?
Seit ich zurück denken kann: Kredite, Leasing (Auto),
Hartz4, Bürgergeld, Nesara, Gesara, auch was „wir „…“verschenken “ an UKR etc.
alles war mir suspekt. Weil alles letzten Endes immer auf eine Bindung, Schuld, und schlussendlich auf einen Energieausgleich zielt.
Mein Onkel sagte mir immer: gib nicht mehr aus als du hast, dann hast du immer genug.
Vielen Dank!
So ähnlich lief es ja auch in der Cor o na Zeit ab.Staatliche Hilfen,welche ausgeteilt wurden,ohne sie rückzahlen zu müssen.Die Wirtschaft war runtergefahren und trotzdem großzügig Gelder verteilt.
Hallo alexander.
Als ich diese Zeilen begonnen hatte zu lesen, musste ich bald eine Pause machen.
Konnte nicht mehr weiterlesen…
Ich dachte an all die Menschen, die zu ihren täglichen Herausforderungen noch weitere auf ihre Schultern gelegt bekamen…
Einfach mal so.
Dieses Bild nahm mir den Atem.
Es ist falsch Menschen in Unsicherheit, Sorgen und Problemen zu werfen.
(wenn auch eine anscheinende Selbstverständlichkeit)
Es ist falsch, falsch und ungerecht.
Und als ich suchte zu erkennen, weshalb das in mir so nachklang, neben der Ungerechtigkeiten, entdeckte ich meine Erinnerungen.
Unsere Eltern bemühten sich Jahrzehnte, um kaum bewältigbare Kredite samt Zinsen (15%) abzubezahlen.
Unser Vater arbeitete soviel, die eigentlich für zwei Männer ausgerichtet war.
Und trotzdem beängstigende Knappheit.
Alles für ein Haus, um der Großfamilie Räume zu geben.
Und es gab die Scham, den Druck, die Unfreiheit und das endlose Rennen um den Schuldenberg zu tilgen.
(In An Haft ung)
Und 2.000 Dollar ist keine Hilfe, keine Großzügigkeit.
Es ist für Großfamilien ein füllen vom Kühlschrank und es reicht für eine Strom und Wasserrechnung.
Menschen mit großen Schulden können kaum noch klar denken. (wenn meine Vater auch in den Wald ging, Energie tankte, Freiraum genoss, um weiter machen zu können)
Menschen mit Schulden handeln durch noch mehr Arbeit.
Noch mehr Arbeit…
Was bewegte damals das Bewusstsein meiner Eltern?
Sich noch mehr vom Mund abzusparen…
Das lebten sie.
Und die Angst war sehr real.
Ihr angebunden sein an die Banken/System war offensichtlich.
Ein andauerndes Bitten.
Diese Schulden hielten uns alle in der Frequenz des Mangels und der Unfreiheit.
Diese Frequenz wirkte.
Die Ursache der Überschuldung lag nicht unbedingt in der großen Familie/viele Kinder, wenn auch eine tägliche Herausforderung.
Es gingen Ungerechtigkeiten voraus (unser Wohnraum war vorher ein anderer) und in diese früher Einfluss zu nehmen war nicht erkennbar…
Lieber alexander,
ich danke dir für all dein Schreiben, für all deine Videos.
Ich höre dir zu…
Ich lerne und lerne und lerne…
Dein Teilen, verschiedener Auszüge deines Wissens – öffnet/weitet mein Bewusstsein.
Ich bleibe im LERNEN.
Danke.
Ein guter, stimmiger Beitrag, der Bewusstsein für das Konstrukt „Schuld“ schafft und damit hilft, für sich einen besseren Weg zu finden. Es wird klar, warum wir immer und immer wieder Wachstum brauchen, obwohl wir längst genug, ja längst zuviel haben. Zins ist hier das Problem…